Finanzielles Risiko Forex

Ist es möglich, sich am Forex-Markt zu verschulden? Durchaus, wobei die Trader einige Risiken vermeiden können. Die größte Gefahr lauert zweifellos, wenn sie mit CFDs am Forexmarkt agieren, der Broker laut Vertrag auch Nachschüsse verlangen kann und durch Slippage tatsächlich eine solche Nachschusspflicht entsteht. Das ist aber nicht der einzige Grund, warum sich Forex-Trader verschulden.

Gründe für Schulden am Forex-Markt

Das Phänomen einer gigantischen Slippage bei CFDs, welche die Verluste um die Hebelwirkung potenziert, ist zwar bekannt und trat in der Tat beim “Frankenschock” Mitte Januar 2015 auf (überraschende Freigabe des Frankenkurses). Es ist aber ein sehr seltenes Phänomen. Viel häufiger verzocken sich die Trader durch eigene Fehler. Die Erfolgsquote von Einsteiger im Forex Handel ist leider eher gering. Den Anlegern fehlt die Erfahrung auf diesem schnellen Markt, sie steigen mit unangemessenen Erwartungen ein und haben zu wenig Geld, um eine Durststrecke durchzustehen. Sie sind nicht lernwillig genug, manchmal teilen sie auch ihre Zeit vollkommen verkehrt ein. Wer etwa Daytrading betreiben will, muss den Markt tagsüber permanent beobachten können. Eine solide Trading-Strategie ist das A und O, auch benötigen die Anleger ein sehr durchdachtes Risikomanagement, an das sie sich auch halten.

Die größte Gefahr einer Verschuldung und Überschuldung beim Forex-Trading besteht darin, dass Trader privates, für andere Zwecke gedachtes Geld nachschießen, weil sie sich nicht vorstellen können, dauerhaft zu verlieren. Das ist ein Kardinalfehler, der jeden Menschen in die Pleite treiben kann. Der oberste Grundsatz beim Trading lautet: Riskieren Sie nur so viel Geld, wie sich leisten können zu verlieren. Klingt banal und ist doch der Rettungsring schlechthin.

Was tun mit Forex-Schulden?

Echte Forex-Schulden kann es nur geben, wenn der Broker einen Nachschuss verlangt. Das lässt sich durch geeignete Anlageinstrumente (keine CFDs mit Nachschusspflicht, stattdessen CFDs ohne Nachschusspflicht oder Knock-outs, Binäre Optionen, klassische Optionen oder Forex-Lots [auch Mini- und Micro-Lots]) vermeiden. “Unechte” Forex-Schulden würden entstehen, wenn der Trader einen Kredit aufgenommen hat, um sein Trading zu finanzieren. Dieser Fehler ist ebenso groß wie der, mehr einzusetzen, als Sie sich leisten können zu verlieren. Sollten Sie diese Schulden nicht mehr tilgen können, hilft nur der Gang zum Schuldenberater. Dieser wird prompt – erschrecken Sie nicht – bei Ihnen ein Suchtverhalten konstatieren. Das ist in der Tat nicht von der Hand zu weisen. Ein derartiges Verhalten trägt die klassischen Züge der Spielsucht. Bestimmte Symptome bestätigen diese Diagnose. Wahrscheinlich reden Sie schon länger mit niemandem mehr über Ihr Trading, verschleiern Ihren finanziellen Hintergrund auch gegenüber engsten Angehörigen (die aber von Ihrer Finanzlage mit betroffen sind) und haben möglicherweise noch nie nachhaltigen Erfolg beim Trading gehabt – können aber dennoch nicht davon lassen.

Betrachten Sie sich wie einen Fremden von außen: Ist das eine Sucht? Ganz klarer Fall, würden Sie wahrscheinlich selbst sagen. Lassen Sie sich vom Schuldenberater aufklären, der Ihnen ähnliche Fälle schildern wird, und lassen Sie die Finger vom Trading. Irgendetwas machen Sie extrem verkehrt. Mit Trading sollten Sie Geld verdienen und nicht verlieren, denn Letzteres ist absolut sinnlos.